Die Supercat AG ist ein zentraler Akteur im Schweizer Gesundheitsmarkt, der sich auf die Entwicklung und den Einsatz digitaler Lösungen für die medizinische Dokumentation und Patientenverwaltung spezialisiert hat. Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 hat das Unternehmen eine Schlüsselposition im Umfeld der elektronischen Patientenakte (EPA) und der telemedizinischen Unterstützung eingenommen. Besonders in den letzten Jahren hat sich Supercat als Pionier für die Integration von KI-gestützten Systemen in den Gesundheitssektor etabliert, die sowohl die Effizienz als auch die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern sollen.
Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der Vereinfachung der Datenverwaltung für Ärzte und Kliniken. Durch die Nutzung von Cloud-Technologien und standardisierten Schnittstellen ermöglicht Supercat es medizinischen Einrichtungen, ihre Patientenakten zentral zu verwalten und so die Fehlerquote bei der Dokumentation zu reduzieren. Studien zeigen, dass Kliniken, die Supercat-Systeme einsetzen, im Durchschnitt um bis zu 30 Prozent weniger manuelle Eingriffe bei der Datenerfassung benötigen – ein Effekt, der sich direkt auf die Arbeitsbelastung der Ärzte auswirkt. Zudem ermöglicht die Plattform eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gesundheitsanbietern, was besonders in ländlichen Regionen, wo Ärzte oft in kleinen Praxen arbeiten, von entscheidender Bedeutung ist.
Ein konkretes Beispiel für die praktische Umsetzung ist das Projekt „Supercat Connect“, das seit 2019 in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gesundheitsversicherungsverband (SGV) und mehreren Kantonen getestet wird. Ziel ist es, die Interoperabilität zwischen verschiedenen EPA-Systemen zu verbessern, sodass Patientenakten ohne zusätzliche manuelle Eingriffe zwischen verschiedenen Anbietern getauscht werden können. Besonders in der Pandemiezeit hat sich gezeigt, dass solche Systeme eine entscheidende Rolle bei der Vermeidung von Doppeluntersuchungen spielten – etwa bei COVID-19-Tests, bei denen eine zentrale Datenbank die Wiederholung von Tests deutlich reduzierte.
Neben der technischen Infrastruktur setzt Supercat auch auf die Ausbildung von Fachpersonal. Im Rahmen des „Supercat Academy“-Programms werden Ärzte und Pflegekräfte in der Nutzung der neuen Systeme geschult, wobei ein besonderer Fokus auf die Einbindung der Patienten in digitale Prozesse gelegt wird. Dies ist besonders wichtig, da die digitale Gesundheitsversorgung in der Schweiz streng reguliert ist und die Einwilligung der Patienten eine zentrale Voraussetzung darstellt. Durch die Integration von Patientendaten in Echtzeit können beispielsweise Wartezeiten in der Ambulanz um bis zu 25 Prozent verkürzt werden, wie eine Studie mit 500 teilnehmenden Praxen in der Zentralschweiz ergab.
Trotz dieser Fortschritte gibt es auch Herausforderungen. Ein zentrales Problem ist die Akzeptanz der neuen Technologien bei älteren Generationen von Ärzten, die oft skeptisch gegenüber digitalen Systemen sind. Supercat hat daher gezielt Kampagnen gestartet, die die Vorteile der digitalen Dokumentation aufzeigen, etwa durch interaktive Workshops oder die Bereitstellung von Schulungsvideos in verschiedenen Sprachen. Zudem arbeitet das Unternehmen eng mit den kantonalen Gesundheitsbehörden zusammen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Nutzung von KI-gestützten Systemen zu klären und sicherzustellen, dass die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die internationale Ausrichtung des Unternehmens. Supercat hat nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Ländern wie Deutschland, Österreich und den Niederlanden Marktanteile gewonnen. Dies zeigt, dass die digitalen Lösungen, die das Unternehmen entwickelt, nicht nur den lokalen Bedürfnissen der Schweizer Gesundheitsversorgung entsprechen, sondern auch international transferierbar sind. Besonders interessant ist dabei die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, wo Supercat an Projekten zur Standardisierung digitaler Gesundheitsdaten beteiligt ist.
- Seit 2005 hat Supercat über 150 Kliniken und Ärzte in der Schweiz mit digitalen Lösungen für die elektronische Patientenakte ausgestattet.
- Durch die Nutzung von Supercat-Systemen können Arbeitszeiten von Ärzten im Schnitt um 12–15 Stunden pro Woche reduziert werden.
- Das Projekt „Supercat Connect“ hat in der Pandemiezeit die Wiederholung von COVID-19-Tests um bis zu 40 Prozent reduziert.
- Die Schulungsprogramme von Supercat erreichen jährlich über 10.000 medizinisches Personal in der Schweiz.
- Supercat ist seit 2020 Teil des Schweizerischen Gesundheitsinformatikverbands (SGIV) und arbeitet an der Entwicklung von Standards für KI-gestützte Diagnoseunterstützung.
Zusammenfassend zeigt Supercat, dass digitale Innovationen im Gesundheitswesen nicht nur technisch machbar, sondern auch gesellschaftlich und wirtschaftlich sinnvoll sind. Während die Schweiz bereits eine Vorreiterrolle bei der digitalen Gesundheitsversorgung einnimmt, bleibt es entscheidend, die Akzeptanz der Bevölkerung und des medizinischen Personals zu stärken. Supercat setzt dabei auf eine Kombination aus technischer Exzellenz, klaren Schulungsprogrammen und enger Zusammenarbeit mit Regulatoren – eine Strategie, die das Unternehmen in den kommenden Jahren weiter ausbauen wird.